Der leckere 30 Sekunden Tee

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Ich hatte immer wieder von den tollen Eigenschaften von Brennesseltee gehört und auch mal probiert, aber sagen wir mal: „Es schmeckte sehr apart.“ Bei ein paar Versuchen blieb es dann.

Dann bin ich in Youtube über ein Video von Maria Treben gestolpert. Dort hat sie von der positiven Wirkung von Brennessel geschwärmt und auch gezeigt wie man ihn lecker zubereitet.

Neugierig geworden habe ich mir ein Buch von ihr besorgt „Heilkräuter aus dem Garten Gottes“ und ein bisschen darin geblättert. Fast auf jeder Seite steht, dass Brennessel hierfür gut ist oder dagegen hilft. Davor habe ich auch immer wieder gehört, dass Brennnessel so gut sei.

Also flugs in den Bioladen und den losen Tee besorgt. Wenns nix ist, kann man ja immernoch Läuse in Topfpflanzen vertreiben. Man könnte das Kraut zwar selber sammeln und trocknen, aber so ist es einfacher. Inzwischen weiß ich auch, dass die Brennnessel im Frühjahr am mildesten ist und im Laufe des Jahres zunehmend bitter wird. Und man sammelt auch nur die obersten zwei drei Blätter wo wenig Menschen, Hunde oder Autos sind. Handschuhe sind am Anfang vielleicht keine schlechte Idee.

Warum jetzt losen Tee? Nun, weil Maria Treben rät, einige wenige Blattstückchen zwischen zwei Finger zu nehmen und sie in einer Tasse 30-60 Sekunden ziehen zu lassen. Ich nehme einen gehäuften Teelöffel für einen Liter kochendes Wasser. Ich lasse in auch 30 Sekunden ziehen. Ich bin jedesmal begeistert, dass der Tee in nichtmal einer Minute fertig ist und dann auch noch so lecker ist!

Der Tee hat einen angenehm runden Geschmack, nicht so intensiv wie Pfefferminztee. Nicht bitter, nicht scharf, eigentlich völlig unauffällig. Anfangs ist er fast durchsichtig und leicht gelblich. Mit der Zeit wird er immer brauner und schmeckt sogar noch lauwarm. Fast hätte ich es vergessen: dieser Tee ist wirklich harntreibend, man gewöhnt sich aber daran.

Nachdem ich zu meinem Erstaunen einen neuen Lieblingstee gefunden hab und täglich einige Tassen getrunken habe, war ich wieder zum Routine Bluttest bei meinem Arzt. Dieser hat mich mit den Worten begrüßt:

Ihr Nieren- und Leberwerte sind besser geworden. Ihr Cholesterin auch leicht und ihre Zuckerwerte haben sich auch verbessert.

Vielleicht probier ich doch mal eine Brennnesselsuppe? In dieser Zeit war die Brennnessel die einzige Änderung. Und das nur wenige Wochen. Ansonsten Kaffee, Fleisch, Süßgebäck, Kuchen, Sahne, Kekse und Süßigkeiten. Alles so Sachen, die nicht unbedingt ganz oben bei der Ernährungsberatung auf der Liste stehen, aber gemeinerweise gut schmecken. Und dagegen hat sich dieses Kraut durchsetzen können? Wow! Pesto kann man auch daraus machen!

Falls jemand eine Idee, einen Wunsch, einen Tipp oder eine Frage hat, kann er/sie/es/wasauchimmer in die Kommentare schreiben. Trinkst du auch Brennnesseltee oder willst es ausprobieren? Zur Zeit ist keine Anmeldung erforderlich, was sich jedoch irgendwann mal ändern kann.

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